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20.01.2020

Spitzentreffen rheinischer Karnevalisten in der Villa Hammerschmidt

Die Villa Hammerschmidt in Bonn, der frühere Sitz des Bundespräsidenten, war heute Schauplatz eines außergewöhnlichen Spitzentreffens rheinischer Karnevalisten. Auf Einladung der Beethoven Jubiläums GmbH trafen sich dort die Tollitäten der rheinischen Karnevalshochburgen Aachen, Bonn, Düsseldorf und Köln - darunter auch das Prinzenpaar der Landeshauptstadt Düsseldorf, Prinz Axel I. und Venetia Jula, sowie eine Abordnung des Comitee Düsseldorfer Carneval e.V. mit Präsident Michael Laumen an der Spitze. Zu den Programmpunkten des zweistündigen Treffens gehörte u.a. ein Gruppenfoto auf der rückwärtigen Treppe der Villa Hammerschmidt. Zu Ehren des in Bonn geborenen Komponisten werden übrigens in allen vier Rosenmontagszügen identische Wagen mitfahren. Wie genau diese aussehen werden, wurde bei dem Spitzentreffen noch nicht verraten.

Ein beherrschendes Thema der Veranstaltung war die geplante Anerkennung des Karnevals und der schwäbisch-alemannischen Fastnacht als Unesco Weltkulturerbe. Der Bonner Karnevalsphilosoph und Buchautor Wolfgang Oelsner unterstrich in seinem Vortrag die Bedeutung des Karnevals, zog Parallelen zu Kunst und Musik, die ebenfalls gerne das Gegensätzliche aufgreifen und sagte: "Der Karneval hat es verdient, als Kulturgut der Menschheit geadelt zu werden."

Mit einer Neuigkeit überraschte Christoph Unger die Gäste. Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gab bekannt, dass der Karneval und die schwäbisch-alemannische Fastnacht im Rahmen eines dreijähriges Projekts dokumentiert und auf Mikrofilmen archiviert im Barbara-Stollen des Schauinsland für die Nachwelt erhalten werden. Seine Vision: Die entsprechenden Behälter in einem großen Zug mit Vertretern der vier rheinischen Karne- valshochburgen in den Schwarzwald zu transportieren. "Eine tolle Idee", fand anschließend auch der Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan.

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